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„My Planet – My Rights“ – internationale Kampagne des Kinderhilfswerks terre des hommes // das November-Thema von „FAIRsuchen Schildgen“

„My Planet – My Rights“ – für das Kinderrecht auf eine gesunde und nachhaltige Umwelt!
Umweltzerstörung tötet Kinder und ihre Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft!  Daher gehen Millionen Kinder und Jugendliche überall auf der Welt auf die Straße, für bessere Klima- und Umweltpolitik und eine nachhaltigere Lebensweise. Es ist an der Zeit ihnen zuzuhören und sie ernst zu nehmen!

Kinder haben die weltweite Umweltzerstörung nicht verursacht, leiden aber besonders stark unter ihren Folgen. Um Kindern lebenswerte Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, startete das Kinderhilfswerk terre des hommes Ende Oktober 2020 die internationale Kampagne „My Planet – My Rights“.

Umweltzerstörung, Klimawandel und Raubbau an der Natur sind besonders für Kinder eine existenzielle Bedrohung: verunreinigtes Wasser, verseuchte Böden oder giftige Atemluft haben schwerwiegende Folgen für ihre Gesundheit. Jedes Jahr sterben rund 1,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren aufgrund widriger Umweltbedingungen. Kinder von heute sind zudem die Leidtragenden von morgen, sie müssen als Erwachsene mit den Folgen der Umweltzerstörung leben und umgehen.
Zum Kampagnenauftakt machte terre des hommes mit der Studie »Die stille Pandemie« auf die dramatisch hohe Belastung von Kindern mit Giftstoffen aufmerksam. Neugeborene starten überall auf der Welt mit Giftstoffen im Körper ins Leben. In Deutschland haben 97 Prozent der drei- bis 17-Jährigen Substanzen im Blut, die aus Plastik stammen. 90 Prozent aller Kinder weltweit atmen verschmutze Luft, jedes Jahr sterben knapp 600.000 Kinder aufgrund von Luftverschmutzung.

Bitte Petition unterschreiben!
„Kinder erleben, wie die Zerstörung von Weltklima und Ökosystemen ihre Zukunftschancen ruiniert. Das können wir nicht länger hinnehmen. Deshalb wollen wir mit unserer Kampagne erreichen, dass das Recht der Kinder auf eine gesunde Umwelt in einem Zusatzprotokoll zur UN Kinderrechtskonvention verankert wird“, so Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes.
„Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, brauchen wir Sie! Unterzeichnen Sie die Petition für das Recht auf eine gesunde Umwelt“.

Die Unterschriften werden dem UN-Generalsekretär und dem Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen übergeben.
Unter diesem Link kann die Petition unterschrieben werden
Mehr zur Kampagne finden Sie hier

Hier gibt´s unseren Beitrag als Druckversion

 

Zwei beispielhafte terre des hommes-Projekte:
Nepal: Nachhaltiger Umweltschutz geht nur gemeinsam
Die nepalesische Provinz Bagmati ist stark von der Klimakrise betroffen. Das Grundwasser sinkt, die Felder veröden, es herrscht große Armut. Großflächige Entwaldungen und Bodenerosion verschlimmern die Situation. Um dem etwas entgegenzusetzen, führen terre des hommes und die lokale Organisation Community Development Society in neun Gemeinden ein Umweltschutzprojekt durch. Die Bewohner*innen pflanzen 900.000 Bäume, die Erdrutsche verhindern und das lokale Klima verbessern.
Umweltschutz wird nur nachhaltig, wenn alle darüber Bescheid wissen: In Umweltclubs lernen Kinder und Jugendliche, was sie aktiv für den Umweltschutz machen können, zum Beispiel Plastik zu vermeiden. Frauen werden dabei unterstützt, Kooperativen für ökologische Produkte zu gründen und ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Die Menschen erleben, dass gemeinschaftliches Handeln spürbare ökologische und wirtschaftliche Verbesserungen bringt.

Peru: Wassermanagement in den Anden
Das Leben der Kleinbauernfamilien in den peruanischen Anden ist ein harter Überlebenskampf. Bedingt durch die Klimakrise häufen sich lange Dürreperioden, viele Familien können sich kaum ernähren. Das terre des hommes-Projekt ABA (Asociación Bartolomé Aripaylla) nahe der Stadt Ayacucho verbessert die Lebensgrundlage der Menschen. Dafür werden Regenrückhaltebecken angelegt, in denen kostbares Regenwasser gesammelt und durch ein Bewässerungssystem auf die Felder geleitet wird. Mittlerweile gibt es mehr als 100 Teiche, die ganzjährig Wasser führen. Die Erträge sind gestiegen, die Ernährung der Kinder ist gesund und vielseitig, und die Familien haben immer sauberes Wasser zur Verfügung – ein nachhaltiges Wassermanagement, das allen zugutekommt.

zusammengestellt von Dr. Renate Vorwerk, terre des hommes Bergisch Gladbach, Telefon 02202-951581, rv@opusvendendi.de

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