Fairer Sport – das Juli – Nachhaltigkeitsthema von „FAIRsuchen Schildgen“

Sport tut gut, macht Freude und stärkt das Immunsystem.
Das sind nur einige von vielen Gründen warum Bewegung auch gerade in diesen Zeiten so wichtig ist.
Dabei stellt sich die Frage: was ziehen wir an?
Sportkleidung soll bequem sein, viele Funktionen erfüllen (wie z.B. atmungsaktiv sein) und auch noch gut aussehen.
Gängige Funktionskleidung ist nur leider überhaupt nicht nachhaltig.

Synthetische Fasern haben ernste Nachteile:

  • Sie basieren in der Regel auf Erdöl, einem endlichen Rohstoff, dessen Förderung weltweit massive Umweltschäden verursacht.
  • Sie sind nicht biologisch abbaubar und daher in der Entsorgung problematisch.
  • Häufig bergen sie Schadstoffe, die unserer Gesundheit schaden können, aber auch in die Umwelt freigesetzt werden.
  • Mit zunehmendem Gebrauch fangen sie an zu müffeln, auch direkt nach der Wäsche.
    Um dies zu vermeiden werden wiederum häufig umweltschädliche Hygienespüler  verwendet.
  • Bei  jedem Waschgang werden Millionen kleiner Plastikpartikel in die Meere gespült, da der Großteil von ihnen die Kläranlagen ungehindert passiert.
  • Zudem werden die allermeisten konventionellen Kleidungsstücke – und da bildet Sportkleidung keine Ausnahme – von Näherinnen in Billiglohnländern in ausbeuterischen Verhältnissen produziert.

Was ist die Alternative?
Die richtige Sportkleidung aus natürlichen Materialien erfüllt alle wichtigen Anforderungen an Funktionalität und Komfort und ist Polyester damit ebenbürtig. Zudem hat sie noch viele andere Vorteile, wie wir gleich sehen werden, und ist daher zu bevorzugen:

  • Die Produktion in Deutschland oder Europa ist deutlich nachhaltiger. Die Löhne und Arbeitsbedingungen sind fairer und da das Abwasser gereinigt wird, befindet sich deutlich weniger Chemie in der Umwelt. Außerdem werden die Transportwege minimiert.
  • Sportkleidung aus Wolle ist atmungsaktiv, schmutz- und wasserabweisend, hält aber auch in feuchtem Zustand noch warm und ist geruchshemmend!
    Im Gegensatz zu synthetischem Fleece wird aus einem Wollfleece kein Mikroplastik beim Waschen in die Meere gespült.
  • Funktionswäsche aus Lycozell, einer aus Holz gewonnenen Faser, wird in einem geschlossenen, besonders umweltfreundlichen  Kreislauf hergestellt. Sie ist sehr saugfähig, sanft auf der Haut, kühlt  und sorgt für ein optimales Hautklima.
  • Es gibt viele weitere kreative Ideen und gute Materialienwie z.B. Funktionswäsche aus Seide, Bademode aus recycelten Fischernetzen, Flip Flops aus 100 % biologisch abbaubarem Kunststoff aus der Rizinuspflanze, Laufschuhe aus Merinowolle und vieles mehr.

Es macht demnach Sinn, wenn wir uns gerne in der Natur bewegen, auch möglichst natürliche Kleidung zu tragen. An Angeboten besteht kein Mangel!

Zur Anregung noch einige Anbieter (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Hess Natur (grosse Auswahl an Outdoor- und Yogamode),
Giesswein (Laufschuhe),
Veja (Laufschuhe),
Engel Sports (Funktionskleidung)
usw.

(zusammengestellt von Ira Linz, TEAM FAIRsuchen Schildgen)

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