Menschen in Schildgen – neue Fotoausstellung von Heinrich Mehring im H&Ä

Die Ausstellung ist zu sehen vom 14. Oktober bis zum 23. November.
Am Sonntag, 3. November, 11 Uhr gibt es eine Matinee zur Ausstellung.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Voranmeldung erleichtert die Planung: im Café, unter 02202-2609296 oder info@himmel-un-aeaed.de

Vor über 30 Jahren ist Heinrich Mehring – Photograph und ehemaliger Leiter der Bayer Fotostudios sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie – mit Frau und Tochter von Köln nach Schildgen gezogen. Es hat lange gebraucht, bis er sich gefragt hat, wie Schildgen eigentlich für ihn  aussieht. „Eine so einprägsame Skyline wie New York oder Köln oder selbst Bensberg hat der Ort nicht. Welches Gesicht hat dieses Schildgen eigentlich für mich? Es waren viele Gesichter – die Nachbarn, Menschen, mit denen ich Kontakt hatte oder auf die ich als „bedeutende Bürger“ hingewiesen wurde“.

Mit großem Einfühlungsvermögen hat Heinrich Mehring Gesichter von Menschen in Schildgen eingefangen. Gesichter, die viele kennen und dennoch noch nie so gesehen haben. Menschen, nicht in ihrer Funktion, Menschen in ihrem Menschsein.
Der Ausstellungsraum im Café ist begrenzt, das zwingt dazu, eine Auswahl zu treffen. Natürlich gibt es noch viel mehr Menschen in Schildgen.

Einer der prägenden Einflüsse für Heinrich Mehring war seit Beginn seines Interesses für Fotografie das Werk August Sanders und so lag es nahe, eine kleine Hommage an diesen großartigen Porträtisten und sein Werk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ zu beginnen mit dem angemessen bescheidenen Titel „Menschen in Schildgen“.

Von der mühevollen Arbeit, die August Sander noch mit Großformatkamera und Glasplatten zu leisten hatte, entlastet uns moderne Technik – die Herausforderung, die es bedeutet, ein „Menschenbild“ zu schaffen, ist dieselbe geblieben. Stilistisch beschränkt sich Mehring auf klassisches Schwarzweiß und vorhandenes Licht. Anders als Sander, der die Menschen als Vertreter ihres Standes oder Berufs verstand, sehe Mehring das Individuum im Vordergrund – eben die Menschen, die ihm als „das Gesicht Schildgens“ begegnen.

Begegnung ist die Urform allen Zusammenlebens. Es sind die Menschen, denen ich begegne, es ist die Qualität dieser Begegnung, die einen Ort lebenswert machen. Aus dieser Überzeugung heraus hat das H&Ä-Begegnungscafé 2015 seine Tür geöffnet. Viele Begegnungen haben seitdem stattgefunden, viele Kontakte sind entstanden und das Café ist zur Drehscheibe vielfältiger Aktivitäten im „Dorf“ und zur Informationstauschbörse geworden. Die Unterstützung, die die Arbeit des Cafés erhielt und erhält ist ein Grund zu großer Freude und Dankbarkeit. Den Verantwortlichen des Cafés ist es ein Anliegen, diesen Dank sichtbar zu machen.

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