Unser Monatsthema März – Hilfsprogramm für Bienen und Artenvielfalt; auch Schildgen soll blühen, jede Blüte zählt!

Ab Mitte März beteiligt sich Himmel un Ääd als Saatgut-Ausgabestelle an der Initiative „Blühendes GL“, die Ende 2017 unter dem Motto „Unsere Stadt deckt den Bienen den Tisch von Markus Bollen und Akteuren des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach gestartet wurde. Jede Blüte zählt!“
Auch die Firma Daume, die Nähgalerie Dinter/Postshop und Gertrude Steffens machen mit und verteilen das Saatgut.

Über diese Aktion berichtet auch das iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach

Die Samentüten, immerhin mit einem Materialwert von ca. 5 – 7 Euro, werden unentgeltlich aber gezielt ausgegeben, um nachhaltig zum gewünschten Ergebnis beizutragen.

Gerne gesehen sind aber auch Spenden für weitere Saatgutbeschaffung und – Ausgabe.

Zusätzlich unterstützt Himmel un Ääd dieses wichtige Projekt „Blühendes GL“ im 2. Quartal diesen Jahres aus seinen Trinkgeldern und eingeworbenen Spenden.
Begleitend wird es am 16. April um 19:30 im Himmel un Ääd Café einen Infoabend mit praktischen Tipps und Hinweisen geben: „Was kann ich gegen das Insektensterben tun?“ – Markus Bollen, Initiator der Initiative „Blühendes GL“ und Vorstandsmitglied des Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach erzählt von der Aktion „Blühendes GL“ und gibt Tipps, was jeder in seinem Garten für Bienen und Schmetterlinge tun kann.

„Blühendes GL“ will in unserer Gegend mehr für eine größere Artenvielfalt tun, fördert Biodiversität und leistet einen effektiven Beitrag gegen das Sterben von Bienen und anderen Insekten.
Spätestens seit der Krefelder Studie  ist das Insektensterben in das Bewusstsein der meisten Menschen gerückt. Aus dieser Studie: „Mehr als 75 Prozent weniger Biomasse bei Fluginsekten“ oder „Deutschland hat in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren – das entspricht einem Minus von 15 Prozent. Wie eine Auswertung des NABU zeigt, gibt es die stärksten Rückgänge beim Star, dem frisch gekürten Vogel des Jahres 2018.“ Das Wissenschaftsmagazin Spektrum veröffentlichte im Herbst 2018 einen neuen Artikel zum Insektensterben weltweit („Der globale Insektenzusammenbruch“).

Mit den Insekten schwindet auch die Nahrungsgrundlage für Vögel, Igel oder Fledermäuse. Es gibt zu wenig Blühstreifen. Und genau das will dieses „Hilfsprogramm für Bienen und Artenvielfalt“ mit unser aller Hilfe ändern, und so den Wildbienen und anderen Insekten wieder mehr Nahrung geben.

„Blühendes GL“ verteilt Saatgut, mit dem das Nahrungsangebot für Insekten verbessert werden soll. Insekten wiederum sind Nahrungsgrundlage für viele Vögel, für Igel und Fledermäuse.
Wichtig ist auch die Erweiterung des Angebotes an Pollen- und Nektarspendern für Schmetterlinge und Wildbienen, dazu verbreitet die Vielfalt der Blüten dem Betrachter Freude.

Die Fläche aller Privatgärten in Deutschland ist größer als die Fläche aller Naturschutzgebiete. Hier liegt also ein riesiges Potential, wertvolle Lebensräume für Insekten zu schaffen.
Bergisch Gladbacher, die über Grünflächen in ihren Gärten oder über Wiesenflächen verfügen, aber auch Unternehmen, Kirchengemeinden und andere Einrichtungen mit Freiflächen, werden mit Saatgut für Blühwiesen ausgestattet. Zur Wahl stehen „Schmetterlings- und Wildbienensaum“, „Feldblumenmischung“, „Dachbegrünung“ und „Blühende Landschaft West“ – solange der Vorrat reicht.

„Gehören Sie zu denen, die nicht auf ein Umdenken der Politiker oder die große Agrarwende warten wollen. Engagieren Sie sich gegen das Insektensterben!
Selbst mit kleinen Mitteln können große Erfolge erzielt werden und schon im ersten Jahr wird es bei Ihnen summen, brummen und flattern.“ so Markus Bollen von der Initiative „Blühendes GL“.

Viele hilfreiche und interessante Informationen auch beim Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach e.V.  oder im Bürgerportal Bergisch Gladbach

Hier nur so viel, um den Garten für Blühwiesen fit zu machen: wer Platz und ein Samentütchen ergattert hat, kann und sollte gleich loslegen. Die Flächen müssen rechtzeitig vor der Einsaat vorbereitet werden. Sie sollten vor dem Aussäen umgegraben und glatt eingeebnet werden; aufkeimende „Unkräuter“ sollten vor der eigentlichen Einsaat entfernt werden. Auch können vorhandene Rasenflächen in eine Blumenwiese verwandelt werden. Dort fräst oder vertikutiert man eine ausgesuchte Fläche mehrmals vor der Einsaat, ohne sie jedoch zu düngen. Blumenwiesen lieben mageren Boden und viel Sonne.

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